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Belgrade
Belgrade joined ECAD in 1996.



EIN DROGENFREIES EUROPA

Der Missbrauch illegaler Drogen wird europaweit zunehmend zum Problem. Die Europäische Union, die Mitgliedstaaten sowie Hauptstädte, Städte und Gemeinden haben verschiedene Maßnahmen getroffen, um diesen Problemen zu begegnen. Es fehlt jedoch an einer gemeinsamen Strategie und an gemeinsamen Zielen in der Bekämpfung von Drogen. Darüber hinaus setzen sich einige Länder und Städte Europas aktiv für die Legalisierung von Drogen ein und verfolgen eine Politik, die den Bemühungen anderer Länder, Angebot und Nachfrage nach Drogen einzudämmen, zuwiderläuft.

Europa ist zu einem Zentrum des Drogenhandels, der Verbreitung und des Konsums von Drogen geworden. Die zunehmende Verbreitung von Drogen ist das Ergebnis einer halbherzigen, resignierten und oftmals reaktionären Politik. Millionen von Europäern leiden als Drogensüchtige, Eltern, Verwandte oder Opfer von Verbrechen unmittelbar unter dieser Politik. Drogen fordern viele Opfer und führen zu Zurückweisung und Leid.

Unser Ziel muss ein drogenfreies Europa sein. Ein solches Ziel ist weder utopisch noch unmöglich. Zu oft richten Politiker und andere jedoch ihr Handeln einzig danach aus, was ihnen möglich erscheint, und nicht danach, was notwendig ist.

Viele Länder ergreifen weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen Tabakmissbrauch; dazu gehören neuere Forschungsberichte, Prozesse gegen die Tabakindustrie, Verbot von Werbung, Probenverteilungen und Sponsorships. Wir müssen den Kampf gegen Drogen auf ähnliche Weise koordinieren und intensivieren. Um dies zu erreichen, ist es unabdingbar, einen allgemeinen Konsens über die geeigneten Maßnahmen und Unterstützung für deren Durchführung zu finden.

Offensive gegen Drogen 
Die Länder Westeuropas verfügen über ausreichende Mittel, auch in finanzieller Hinsicht, um gegen Drogenhandel und Drogenmissbrauch vorgehen zu können. Wir müssen die Hauptstädte, die regionalen Hauptstädte, die Städte und Gemeinden in ganz Europa mobilisieren, damit sie sich im Kampf gegen Drogen engagieren und die vorhandenen Ressourcen so effizient wie möglich einsetzen.

Befolgung der Drogenkonventionen der Vereinten Nationen 
Alle Staaten müssen sich verpflichten, die Konventionen der Vereinten Nationen in Anwendung zu bringen. Die Einhaltung der Konventionen muss streng überwacht werden.

Cannabis-Produkte sind Drogen 
Die Trennung zwischen so genannten „weichen“ und so genannten „harten“ Drogen muss aufgegeben werden. Der Konsum von Cannabis schadet der Gesundheit, führt zu passivem Verhalten und zu Abhängigkeit. Cannabis und bestimmte andere Drogen, die in einigen Ländern als „weiche“ Drogen gelten, sollten in Bezug auf Überwachung, Rehabilitation und Präventivmaßnahmen genauso behandelt werden wie andere Suchtstoffe.

Stoppt den gewerblichen Verkauf von Drogen 
Der gewerbliche Verkauf von Drogen, etwa in Coffee Shops und auf anderen offenen Drogenmärkten und in Drogenszenen in europäischen Städten, muss sofort unterbunden werden. Die Polizei muss die Befugnis erhalten, gegen den offenen gewerblichen Verkauf von Drogen schnell und wirksam vorzugehen.

Stoppt den legalen Vertrieb von Drogen 
Die so genannten „wissenschaftlichen“ Projekte zur Heroingabe sind nichts anderes als ein Versuch, eine Legalisierung von Drogen durch die Hintertür zu erreichen. Dies muss dadurch verhindert werden, dass das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (UNDCP) das Recht erhält, alle Importlizenzen für Heroin zu entziehen, wenn das Heroin für Drogenabhängige bestimmt ist.

Führungsrolle des vereinten Europa im Kampf gegen Drogen